Continental Bulldog WelpeDer Continental-Bulldog-Welpe ist eingezogen und muss irgendwie alltagstauglich werden. Wer die Hundeerziehung nicht alleine übernehmen möchte oder kann, geht in der Regel den Weg in eine Welpenschule. Doch woran kannst du erkennen, ob die Welpenschule gut ist oder ob man sie mit seinem Hund lieber nicht betreten sollte? Dabei ist es zuerst einmal egal, ob du dir einen Continental Bulldog oder einen Hund einer anderen Rasse angeschafft hast.

Darfst du unverbindlich zuschauen?

Gibt man dir die Chance, bei einer Stunde in Ruhe zuzuschauen? Oder musst du direkt mit deinem Welpen erscheinen und auch gleich Geld bezahlen? Ist es gar notwendig, sofort einen kompletten Kurs zu buchen? Tendenziell gilt: Je weniger Geld du direkt am Anfang bezahlen musst, desto seriöser ist die Welpenschule.

Was wird von den Welpen verlangt?

Einerseits können Welpen sich noch nicht lange konzentrieren, andererseits sind sie in ihrem Hundeleben nie wieder so lernfähig wie in der Welpenzeit. Eine Stunde in der Hundeschule ist immer anstrengend, egal wie sie gestaltet wird. Deshalb schau zuerst: Wie lang ist eine Unterrichtseinheit? Vielleicht nur eine dreiviertel Stunde oder eine komplette Zeitstunde oder gar 90 Minuten? Es ist für den Welpen besser, wenn eine Einheit eher kürzer ist als länger. Dann darfst du dir anschauen, was von den Welpen verlangt wird und wie die Stunde aufgebaut ist: Ideal ist eine gesunde Mischung aus Tobeeinheiten und ersten Lektionen.

Wie gut ist das Management seitens der Hundetrainer?

Zwar sollen die Welpen in der Welpenschule toben dürfen, dennoch muss das sinnvoll geschehen:

  • Werden Raufer von eher schüchterne Hunden getrennt?
  • Dürfen auch Welpen unterschiedlicher Größe und verschiedener Gewichtsklassen miteinander toben, sofern sie vom Temperament her zusammen passen?
  • Wird Mobbing unterbunden?
  • Darf der Welpe beim Besitzer Schutz suchen und bekommt er ihn auch?

Weiterhin sollten die Toberunden nicht zu lang sein, sondern eher dazu dienen, dass der Welpe sich kurz den Kopf durchpusten kann.

Sind die ersten Übungen sinnvoll gewählt?

Die Welpenschule soll so gut wie möglich auf den Alltag mit dem Hund vorbereiten. Es ist deshalb wenig sinnvoll, wenn der kleine Vierbeiner zuerst lernt, ordentlich „Fuß“ zu gehen. Viel wichtiger sind Signale wie „hier“ und „schau“. Selbst „Sitz“, „Platz“ und „Steh“ sind am Anfang nicht so wichtig.

Welche Methoden werden verwendet?

Auf keinen Fall darf in der Welpenstunde mit Zwang gearbeitet werden. Damit ist natürlich nicht gemeint, dass eine Leine zur Absicherung verwendet wird. Dinge wie

  • Der Alphawurf
  • Das Schütteln am Genick
  • Der Schnauzengriff

haben bei der Hundeerziehung nichts zu suchen. Man kann bei dem Umgang mit dem Hund ohne Frage getrennter Auffassung sein, aber gerade bei Welpen gilt: Je freundlicher desto besser. Also: Arbeitet die Welpenschule mit viel Lob, Belohnungen und allgemein positiver Bestärkung? Wunderbar!

Was kann man von einer Welpenschule erwarten?

Die wenigsten Hundeschulen haben die Möglichkeit, dich und deinen Welpen direkt im Alltag zu betreuen. Logisch, handelt es sich doch um in der Regel um Gruppenstunden auf einem Hundeplatz. Deshalb sollte deine Erwartung nicht sein, dass du einige Male die Welpenschule besuchst und dein Hund dann perfekt alltagstauglich ist. Vielmehr bekommst du in das Werkzeug in die Hand, um zu Hause weiter zu üben. So ist die Ablenkung auf dem Hundeplatz relativ schnell gering und dein Welpe weiß schnell, dass es hier um die Mitarbeit geht. Weil der kleine Vierbeiner dann immer zu dir kommt, wenn du ihn rufst, tut er das draußen auf der spannenden Wiese noch lange nicht. Und weil du auf dem bekannten Platz mit bekannten Hunden seine ungeteilte Aufmerksamkeit hast, ist das bei einem Gruppenspaziergang noch lange nicht der Fall. Das ist völlig normal und überhaupt kein Grund, aufzugeben. Dranbleiben lautet die Devise immer – ob mit oder ohne Welpenschule.

Das brauchst du für die Welpenschule

Es gibt Unterlagen und Dinge, die du für die Hundeschule normalerweise brauchst. Damit du nicht völlig unvorbereitet bist, erfährst du im Folgenden, was du auf jeden Fall dabei haben solltest:

  • Impfpass und Nachweis der Haftpflichtversicherung
  • Eine Führleine mit circa 2 Metern Länge, also keine Flexileine und auch keine Schleppleine
  • Viele kleine und hochwertige Leckerchen, zum Beispiel Käsewürfel oder Wurststückchen

Manchmal macht auch ein Clicker oder eine Schleppleine Sinn, normalerweise brauchst du diese aber nicht. Sollte das doch der Fall sein, informiert dich deine Welpenschule spätestens in der ersten Stunde darüber.

So kannst du vor der Welpenschule anfangen

Du hast dich nun für eine Welpenschule entschieden, möchtest aber schon einmal das eine oder andere zu Hause üben? Dann übe einfach den „Alltag“:

  • Zeige deinem Hund, dass er an der Bordsteinkante warten soll
  • Übe ein Abbruchsignal (zum Beispiel „nein“)
  • Bringe deinem Hund bei, dass es bei dir ganz toll ist, indem du mit ihm spielst, ihn fütterst und streichelst – auch und gerade in Gegenwart anderer Hunde
  • Stärke die Bindung, etwa indem du mit deinem Welpen neue Orte entdeckst, dich einfach mit ihm auf eine Wiese setzt und ihm immer Schutz gibst, wenn er diesen bei dir sucht
  • Richte deinem Welpen eine gemütliche Höhle ein, in der er sich so richtig wohlfühlt und gib ihm darin auch etwas zu knabbern, um sie positiv zu belegen
  • Bei Bedarf kannst du auch den Clicker konditionieren

Natürlich kannst du dir auch schon Gedanken darüber machen, welche Signale du für welche Aktionen vergeben möchtest. Willst du später Prüfungen laufen, bei denen bestimmte Kommandos vorgegeben sind, darfst du dir andere Begriffe überlegen, beispielsweise „leg dich“ statt „Platz“. So kommt dein Vierbeiner später nicht durcheinander und du musst nichts neu trainieren.

Fazit: Daran erkennst du eine gute Welpenschule

Wenn der Welpe eingezogen ist, wenden sich die meisten Hundebesitzer vertrauensvoll an eine Welpenschule in der Nähe. Diese sollte jedoch mit Bedacht gewählt werden, denn nichts prägt den Hund so sehr wie die Eindrücke in seinen ersten Lebensmonaten. Es gibt die eine oder andere Frage, die du dir stellen darfst, um zu erkennen, ob es sich um eine gute Welpenschule handelt oder nicht. Natürlich kannst du selbst auch viel tun, um deinen Vierbeiner auf den Alltag vorzubereiten. Das geht auch schon, bevor die Welpenschule losgeht.

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