IMG_2457Der Continental Bulldog ist ein liebenswerter und eher gutmütiger Hund mit besonderen Eigenschaften, die sich auch bei einem Arztbesuch zeigen können. Er ist nicht gerade ein ängstlicher Hund, aber der Tierarztbesuch ist für keinen Hund angenehm und fast alle Hunde haben Angst vor der ungewohnten Behandlung. Aus diesem Grund solltest Du Deinen Continental Bulldog schon vor dem ersten Besuch, wenn möglich im Welpenalter, auf die ungewohnte Behandlung vorbereiten.

Die Wahl des Tierarztes und Besuche vor der Behandlung

Continental Bulldogs sind lustige und charmante Hunde, die aber auch leicht sture und eigensinnige Charakterzüge mit sich bringen können. Der Bulldog dieser Rasse gilt als freundlicher, ruhiger, selbstsicherer und nicht aggressiver Hund. Der Arztbesuch stellt aber immer eine besondere Ausnahmesituation für jeden Hund jeder Rasse dar, die Stress und Angst bei den Tieren hervorrufen kann. Zunächst solltest Du Ausschau halten nach einer Tierarztpraxis, die Erfahrungen mit dem Continental Bulldog hat. Der Tierarzt sollte die Rasse und das typische Verhalten kennen. So kann der Arzt auch seine Behandlung auf diesen besonderen Hund abstimmen. Der Continental Bulldog besitzt einen kräftigen Körperbau mit 20 – 30 Kilogramm Gewicht. Unerfahrene Tierärzte oder Tierarzthelfer könnten leicht die Kraft und die Beweglichkeit dieses eher ruhig wirkenden Hundes unterschätzen. Ein Tierarzt, der mit dem Wesen und den körperlichen Besonderheiten des Continental Bulldogs vertraut ist, kennt die Eigenheiten dieser Rasse, kann vielleicht mit mehr Geduld auf Deinen Hund eingehen und ihn auch grundsätzlich besser behandeln. Am besten für jeden Hund ist es, wenn der Halter und die Tierarztpraxis zusammenarbeiten. So können vorab Besuche, zum Kennenlernen der Praxis, stattfinden. Dadurch kannst Du Deinen Hund an die ungewohnte Umgebung der Tierarztpraxis  gewöhnen. Bekommt er bei diesen Besuchen eine Leckerei, wird er den Ort mit etwas Positivem verbinden. Dadurch kann schon Vertrauen zu den Personen in der Tierarztpraxis aufgebaut werden, bevor es zu der eigentlichen Behandlung kommt.

Den Continental Bulldog schon als Welpe an den Tierarzt gewöhnen

Der erste Tierarztbesuch im Welpenalter ist oftmals mit der ersten Impfung und einer Wurmkur verbunden. Im Welpenalter wird der Hund für sein gesamtes späteres Leben geprägt. In diesem Alter ist es wichtig, Deinem Welpen aufzuzeigen, dass ungewohnte Orte oder Situationen für ihn keine Gefahr bedeuten. Der Besuch in einer Tierarztpraxis kann für Deinen Welpen zunächst eine beunruhigende Situation darstellen, wenn die vielen neuen Eindrücke auf ihn einwirken. Im Wartezimmer halten sich vielleicht andere Hunde oder Haustiere auf. Viele fremde Gerüche, unbekannte Geräusche sowie eine möglicherweise angespannte Atmosphäre von anderen Tierhaltern und deren Tiere können Deinen Welpen beeinflussen. Andere Hunde können ihre angespannten Empfindungen oder ihre Unruhe auch auf Deinen Hund übertragen. Oder Du selbst verbindest jeden Arztbesuch mit etwas Unangenehmen und überträgst unbewusst Deine eigenen Ängste und Anspannung auf Deinen Hund. Achte bei jedem Tierarztbesuch auch auf Deine eigenen Empfindungen und versuche Deinem Hund Sicherheit durch Dein eigenes Verhalten zu vermitteln. Bereite Deinen Welpen spielerisch auf den ersten Arztbesuch vor. Vielleicht gehst Du auf einem Spaziergang mit Deinem Hund schon ein paar Mal an der Tierarztpraxis vorbei und setzt Dich mit ihm eine Weile in das Wartezimmer. So kann er, ohne dass etwas „Schlimmes“ passiert die fremde Umgebung und die neue Situation kennenlernen. Vielleicht darfst Du Deinen Welpen auch schon einmal auf den Behandlungstisch setzen und ihn die fremde Umgebung, Gegenstände und Personen in für ihn unverfänglicher Weise untersuchen lassen. Wenn der Tierarzt und seine Praxishelfer die Besuche Deines Hundes mit einer Leckerei belohnen, wird er Vertrauen zu dem Ort und den Personen aufbauen.

Mögliche Situationen beim Tierarzt schon zu Hause üben

Viele Situationen einer „normalen“ Tierarztuntersuchung kannst Du mit Deinem Hund auch schon zu Hause üben, wie beispielsweise das Stehen auf dem Behandlungstisch, die Untersuchung der Ohren oder des Mauls oder Abtastungen am Körper. Das Stehen auf dem Behandlungstisch übst Du mit Deinem Hund vielleicht auf einem Küchentisch oder Ähnlichem. Übe mit ihm auch die verschiedenen Kommandos, wie beispielsweise Sitz oder Platz. Richte ihn dann wieder auf und übe mit ihm eine Weile stillstehen zu bleiben. Trainiere mit Deinem Hund sich an verschiedenen Körperstellen abtasten zu lassen und das Heben seiner einzelnen Pfoten. Auch seinen Kopf zu halten, kannst Du schon vor dem ersten Tierarztbesuch gut einüben. Fass Deinem Hund mit einer Hand unter das Kinn und mit der anderen Hand beruhigend auf den Kopf. Zieh den Kopf leicht nach oben, um die Augen, die Nase und das Maul gut betrachten zu können. Dabei übst Du mit Deinem Hund, dass er seinen Kopf für eine Weile stillhalten muss. Mauluntersuchungen kannst Du üben, indem Du die Lefzen mit dem Daumen hochschiebst und Dir die Zähne Deines Continental Bulldog betrachtest, wie es der Tierarzt tun würde. Auch in den Rachen solltest Du schauen und mit Deinem Hund das Öffnen des Maules üben. Dazu fasst Du von oben über der Nase vorsichtig um das Maul und mit der anderen Hand von unten. Dann ziehst Du es vorsichtig auf. Diese Übungen sollten aber erst stattfinden, wenn Dein Continental Bulldog gelernt hat, den Kopf für diese Untersuchung ruhig zu halten. Ebenso verhält es sich mit den Untersuchungen für das Ohr.

Den Arztbesuch mit dem Continental Bulldog mit Hilfe von Verwandten oder Freunden simulieren

Der Besuch bei einem Tierarzt kann besonders gut mithilfe von Verwandten oder Freunden simuliert werden. Bitte sie die Untersuchungen gemeinsam mit Dir an Deinem Continental Bulldog zu üben. Dadurch lernt er, Vertrauen zu diesen anderen Personen aufzubauen und sich den Untersuchungen ruhig zu unterziehen. Lass sie Deinen Hund am Körper die Wirbelsäule und den Bauch vorsichtig abtasten. Auch die Ohr- und die Mauluntersuchung könntest Du von Deinen Helfern durchführen lassen, wenn Du dabei den Kopf Deines Hundes hältst. Dazu sollte aber schon ein gewisses Vertrauen zu den Hilfspersonen vonseiten Deines Hundes aufgebaut sein. Grundsätzlich gilt für alle Übungen, dass sie Deinen Hund nicht überfordern sollten. Trainiere das Verhalten beim Tierarzt in kürzeren, dafür aber regelmäßig stattfindenden Übungseinheiten von ein paar Minuten Dauer. Die Behandlung von Dir oder den anderen Personen soll für Deinen Hund angenehm und vertrauensbildend sein. Belohne Deinen Continental Bulldog nach den „Behandlungen“ mit einer Leckerei, wie er sie auch bei dem Arztbesuch bekommen würde. Wichtig bei allen Trainings und Untersuchungen ist es, sie spielerisch anzugehen und Deinen Hund für sein Mitarbeiten zu loben.

Das Fiebermessen beim Arzt und zu Hause

Bei vielen Untersuchungen durch den Tierarzt gehört das Fiebermessen dazu. Du kannst auch das Fiebermessen zu Hause bei Deinem Continental Bulldog üben. Ein Fieberthermometer für Deinen Continental Bulldog solltest Du Dir grundsätzlich anschaffen. Es kann immer mal sein, dass Dein Hund krank wird und Du seine Temperatur kontrollieren musst. Ähnlich wie bei kleinen Kindern, können auch Hunde Erkältungskrankheiten oder Magenverstimmungen bekommen, die nicht gleich eine schwerwiegende Erkrankung sind. Die Temperatur sollte aber dennoch kontrolliert werden, ob kein Fieber vorliegt. Die Spitze des Thermometers kannst Du mit etwas Melkfett oder Vaseline versehen. So wird das Einführen der Thermometerspitze für Deinen Continental Bulldog angenehmer. Die Messung wird bei Tieren grundsätzlich rektal vorgenommen. Messe ruhig mehrere Male die Temperatur Deines Hundes, damit er sich an diese Behandlung vor dem Tierarztbesuch gewöhnt.

Schmerzempfindlichkeit eines Continental Bulldog

Viele Menschen unterliegen noch dem Irrglauben verschiedene Hunderassen hätten ein geringeres Schmerzempfinden. Diese Annahmen sind falsch! Auch wenn Dein Continental Bulldog ein recht robustes Aussehen annehmen kann, sind gerade Bulldoggen sehr sensible Hunde mit einem feinen Empfindungsvermögen. Bei einem Besuch beim Tierarzt wird es nicht ausgeschlossen sein, dass Dein Hund auch Schmerzen ertragen muss. Diese sollten aber so gering, wie nur möglich gehalten werden. Auch während Deiner Übungen zur Vorbereitung auf den Arztbesuch solltest Du vorsichtig und einfühlsam mit Deinem Hund umgehen, damit die Vertrauensbasis nicht gestört wird.

Ältere Hunde und der Besuch beim Tierarzt

Solltest Du Deinen Continental Bulldog vielleicht nicht vom Welpenalter an bei Dir haben und einen älteren Hund anschaffen, kannst Du ihn ebenfalls auf den Tierarztbesuch vorbereiten. Möglicherweise kann diese Vorbereitung etwas anspruchsvoller sein, wenn Dein Hund schon negative Vorerfahrungen gemacht hat. Du solltest auf jeden Fall versuchen, alle Informationen über vorherige Tierarztbesuche und das Verhalten Deines Continental Bulldog von dem vorherigen Halter in Erfahrung zu bringen. Übe dann mit Deinem Hund die verschiedenen Untersuchungen, wie Du es mit einem Welpen tun würdest. Vielleicht musst Du dafür sehr viel Geduld aufbringen, um Deinem Hund über schlechte Vorerfahrungen so weit wie möglich hinwegzuhelfen. Es lohnt sich aber auf jeden Fall für Deinen Continental Bulldog, wenn Du ihm dadurch einen entspannteren Umgang mit den Besuchen beim Tierarzt ermöglichen kannst.

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