Continental Bulldog und FriendBeim Menschen werden alternative Heilmethoden mittlerweile häufig eingesetzt. Diese Alternative zur Schulmedizin kommt mittlerweile auch immer häufiger bei Hunden zum Einsatz. Auch wenn sich die Praktiken bisweilen etwas merkwürdig anhören, so sind die Erfolge mitunter doch enorm. Deshalb gibt es durchaus alternative Heilmethoden, die sich bei Hunden bereits bewährt haben. So kann es zum Beispiel bei chronischen Erkrankungen oder auch bei verschiedenen Krankheitsbildern Sinn machen, sich die Alternativen zur Schulmedizin anzuschauen, etwa wenn diese nicht mehr weiter kommt. Vor allem die andere Herangehensweise kann es dabei möglich machen, dort zu beginnen, wo die Schulmedizin, aus welchem Grund auch immer, versagt. Deshalb gibt es immer mehr Tierärzte, die mit alternativen Heilmethoden arbeiten.

Ganzheitliche Betrachtungsweise

Ein sehr großer Unterschied zwischen alternativen Heilmethoden für Hunde und der Schulmedizin ist, dass der Körper in seiner Ganzheit betrachtet wird. Während die Schulmedizin häufig nur auf die Erkrankungen selbst bzw. betroffene Organe schaut, ist das bei alternativen Heilmethoden anders. Es geht darum, deinen Hund als Gesamtbild zu betrachten, seine Persönlichkeit, sein Befinden, seine komplette Geschichte sowie diverse Auffälligkeiten anzusehen. Heraus kommt ein Heilmittel für unsere Hunde, welches ganz individuell zugeschnitten ist.

Alternative Heilmethoden nur in begrenztem Maße von jedem anwendbar

Zwar ist es durchaus so, dass alternative Heilmethoden für Hunde im gewissen Maße von jedem anwendbar sind. Allerdings braucht es schon eine gewisse Kompetenz, um auch kompliziertere Krankheitsbilder erfolgreich zu behandeln. Jeder sollte sich deshalb einen guten Tierheilpraktiker suchen oder sich für einen Tierarzt entscheiden, der eine entsprechende zusätzliche Ausbildung vorweisen kann. Wie bei der Wahl eines Tierarztes auch, sollte es nicht um reinen Kommerz gingen. Nicht falsch verstehen: Tierheilpraktiker und Tierärzte müssen wie jeder andere auch Geld verdienen. Aber deinem Hund soll ja auch geholfen werden.

Verschiedene Tierärzte, verschiedene Tierheilpraktiker und unterschiedliche Heilmethoden

Nun gibt es unterschiedliche alternative Heilmethoden unsere Vierbeiner, sodass gegebenenfalls verschiedene Tierheilpraktiker und Tierärzte infrage kommen. Doch welche alternativen Heilmethoden sind beispielsweise verfügbar, um deinem Hund helfen zu können, wenn aus welchen Gründen auch immer nicht auf die Schulmedizin zurückgegriffen werden soll?

Ein deutscher Arzt war Begründer der Homöopathie. Er hatte die Theorie, dass Pflanzen, welche ganz bestimmte Erkrankungen hervorrufen, wenn der Organismus gesund ist, Erkrankungen heilen können, an welchen kranke Organismen leiden. Es handelt sich dabei um das Ähnlichkeitsprinzip: „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden“. Es wird, wie bereits erwähnt, immer das ganze Tier behandelt und nicht nur ein Symptom unterdrückt. Innerhalb der Homöopathie gibt es verschiedene Richtungen, die wir dir im folgenden näher bringen:

Die Bachblüten

Die Bachblüten-Therapie hat den Ansatz, dass eine jede körperliche Beeinträchtigung Ursache einer Gleichgewichtsstörung der Seele ist. Deshalb werden Bachblüten teilweise auch als Psychopharmaka bezeichnet, die auf pflanzlicher Basis hergestellt wurden. Sicherlich ist diese Aussage gewagt, aber der Grund zu dieser Bezeichnung dürfte klar sein. Die Bachblüten bilden einen Gegensatz zum Ähnlichkeitsprinzip der Homöopathie, sie bilden den positiven Gegenpol zu den Gemütszuständen, die so sind, wie sie nicht sein sollten. So werden Bachblüten in erster Linie bei Ungleichgewichten im psychischen Bereich eingesetzt, beispielsweise bei Aggression oder Angst deines Hundes.

Die Schüßler-Salze

Bei den Schüßler-Salzen handelt es sich um Mineralsalze, die homöopathisch dosiert sind. Die Therapie geht folgerichtig davon aus, dass eine gesundheitliche Störung grundsätzlich die Folge eines Ungleichgewichtes im Mineralhaushalt deines Vierbeiners ist. Schüßler, selbst homöopathischer Arzt, distanziert sich dabei mit seiner Methode von der klassischen Homöopathie. Er beruft sich vielmehr auf physiologisch-chemische Vorgänge im Organismus.

Die Akupunktur

Die Akupunktur gehört zur Traditionellen Chinesischen Medizin. Ihre Basis ist die sogenannte 5-Elemente-Lehre sowie die Lehrer der Meridiane im Körper, die durch den Körper verlaufen. Bereits seit ungefähr 500 Jahren wird die TCM in China erfolgreich angewendet. Bei den Meridianen handelt es sich im Grunde genommen um Leitlinien, welche auf der Haut verlaufen. Dort kreist die Lebensenergie, wobei es sich um lebenserhaltende Kräfte handelt, welche Gegenpole zueinander bilden. Sie heißen Ying und Yang, von denen du sicherlich schon etwas gehört hast. Es gibt einige Hundert Akupunkturpunkte, welche jeweils einer Funktion bzw. einem Organ im Körper deines Hundes entsprechen. Für die Akupunktur selbst werden sehr feine und dünne Nadeln verwendet, um die Gleichgewichte wiederherzustellen.

Farb- und Edelsteintherapie

Edelsteine und auch Farben gelten schon seit der Antike als Heilungsmittel. Sie wurden in vielen Kulturen entsprechend eingesetzt – auch bei Hunden und anderen Tieren. Die moderne Farbtherapie ist also im Grunde genommen eine Weiterentwicklung, zu der auch Infrarot-Lampen gehören, die du bestimmt kennst. Auch eine Farbpunktur gibt es, bei der die Akupunktur-Punkte deines Hundes mit Licht stimuliert werden. Diese werden zum Beispiel eingesetzt, um Entzündungen zu linden und zu heilen. Auch bei Verspannungen und rheumatischen Beschwerden werden sie sehr geschätzt. Bei Krankheitsbildern wie Schlaflosigkeit, Nervosität und Entzündungen werden verschiedene andere Farbbestrahlungen genutzt.

Doch es geht nicht nur um körperliche Beschwerden; auch bei psychischen Problemen wird die Farb- und Edelsteintherapie eingesetzt, sodass du deinem Hund damit etwas Gutes tun kannst. Wenn dein Vierbeiner an einer Allergie leidet, kannst du es ebenfalls mit einer solchen Therapie versuchen, um die harmonisierende Wirkung zu nutzen.

Blutegel-Therapie

Die wenigsten von uns finden Blutegel besonders attraktiv, aber sie kommen immer häufiger zum Einsatz, um unseren Hunden Linderung zu verschaffen. Besonderes Merkmal der Blutegel-Therapie ist, dass Substanzen direkt in den Körper gelangen und dieser nicht nur von außen stimuliert wird. So befinden sich im Speichel eines Blutegels verschiedene Substanzen, die unter anderem entzündungshemmend sind. Weiterhin wirken sie gefäßerweiternd, gerinnungshemmend, lymphstrombeschleunigend und schmerzlindernd. Du kannst deinem Vierbeiner damit also durchaus einen Gefallen tun, wenn du es statt mit einer Schmerzspritze erst einmal mit einer Blutegel-Therapie versuchst.

Phyto- und Aromatherapie

Hier wird dein Hund mit Pflanzen und/oder Aromen behandelt. Gerade die Pflanzenheilkunde, die Phytotherapie, ist eine sehr alte Heilmethode. Es werden dabei vor allem Tinkturen und ätherische Öle aus den Pflanzen gewonnen, um unseren Hunden zu helfen. Zumindest zum Teil ist die Wirkung der Pflanzenheilkunde auch wissenschaftlich anerkannt. Arnika beispielsweise wird sehr häufig für die Wundheilung und Anis viel bei Husten eingesetzt.

Alternative Heilmethoden für Hunde können sehr sinnvoll sein

Es gibt also verschiedene alternative Heilmethoden für deinen Hund, die durchaus ihre Daseinsberechtigung haben. Ganz nebenwirkungsfrei sind diese übrigens auch nicht, auch wenn viele das behaupten. Ob man sich dafür entscheidet, eine alternative Heilmethode zu versuchen oder nicht, hängt sicherlich zum einen von verschiedenen Faktoren und zum anderen in erster Linie von deiner persönlichen Einstellung ab. Tatsache ist, dass auch alternative Heilmethoden, so skeptisch sie teilweise beäugt werden, Erfolge verzeichnen können. Wichtig ist, dass du dich nach einem guten Tierarzt mit entsprechender Zusatzausbildung oder Tierheilpraktiker umsiehst. Bitte beachte dabei, dass die alternative Heilmethode im akuten Fall der Schulmedizin tendenziell hinten anzustellen ist.

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