Continental Bulldog schwimmtDer Continental Bulldog ist ein sehr agiler Hund, der viel Bewegung braucht und die auch will. Den ganzen Tag nur faul im Körbchen liegen ist nicht unbedingt sein Ding. Wobei der Conti natürlich als familienfreundlicher und extrem anhänglicher Hund immer da sein will, wo die anderen Familienmitglieder auch sind … Wer einen Continental Bulldog hält, muss sich also selbst vom Sofa erheben, sonst liegt der Conti auch ebenda! Allerdings ist nicht jede Art von Bewegung für diese Hunde geeignet. Conti sind recht massiv gebaut, und sie sind Gewohnheitstiere. Wer seinem Continental Bulldog von der Weltenweit an einen gesunden und agilen Lebensstil angewöhnen will, sollte das durchaus tun: Die Hunde haben Temperament und probieren eigentlich alles sehr gerne aus. Treppensteigen ist einerseits nicht die Aktivität, die ein Conti gern machen sollte, denn insbesondere beim Herabsteigen lastet zu viel Gewicht auf den weichen Gelenken der jungen Tiere, dagegen ist Bewegung im Wasser optimal: Das Wasser trägt das Körpergewicht zu einem guten Teil, der Sport ist gelenkschonend und macht viel Spaß.

Lernen und ein Leben lang schätzen: Prägung im Welpenalter

Was kleine Hunde früh kennenlernen, werden sie ihr Leben lang schätzen. Das gilt auch für den Continental Bulldog. Während des ersten halben Jahres lernen die kleinen Hund mehr als später in ihrem Leben, und alles, was ihnen in dieser Zeit begegnet, wird wissbegierig angenommen. Es ist in ganz anderes Lernen als das, was die Hunde später vollziehen, und funktioniert völlig ohne Strafe und Belohnung. Allein durch den Kontakt mit neuen Herausforderungen nehmen die Hunde ihre Umwelt an und arrangieren sich mit ihr. Prägung hat nichts mit Ausprobieren, Scheitern, noch einmal probieren und irgendwann Können zu tun: Es ist mehr ein Hineinwachsen und Kennenlernen. Daher ist eine positive Prägung für Hunde so wichtig. Wenn Du Deinen Continental Bulldog an viel gesunde Bewegung und gemeinsamen Sport gewöhnen willst und Wert darauf legst, dann solltest Du dafür sorgen, dass auch Dein Conti Wert darauf legt. Bring Deinen Continental Bulldog also schon früh mit Wasser in Kontakt. Ein eingeschalteter Gartenschlauch, ein flacher Bottich mit Wasser, ein gefülltes Kinderplanschbecken oder ein Eimer Wasser, der im Garten herumsteht, können für viel Beschäftigung sorgen und Deinen Hund schon im zarten Alter von wenigen Wochen mit dem nassen Element vertraut machen. Kennenlernen heißt jetzt noch Spielen. Das Wasser ist da, Dein Hund ist da, beide kommen miteinander in Kontakt – mehr braucht es zuerst gar nicht. Integriere Wasser zum Hindurchlaufen oder -waten, nasse Rinnsale und größere Wasseransammlungen einfach in den Welpenspielplatz. Zusammen mit Folien, Gittern, Luftmatratzen und Bällen wird das Wasser Deinem Hund Gelegenheit zum Spielen und Lernen geben.

Viel Bewegung – von Anfang an

Dein Hund wird mit so einem vielfältigen Spielplatz nicht nur abwechslungsreich und langanhaltend beschäftigt, sondern gewöhnt sich gleichzeitig an alles, was er da kennenlernt. Ein Conti-Welpe, der früh über Wippen läuft, durch Folientunnel rennt und Luftballons im Spiel zum Platzen bringt, wird sich als ausgewachsener Hund vor diesen Dingen nicht erschrecken, sondern den sicheren Umgang damit kennen. Das gilt auch für Wasser. Wenn Dein Continental Bulldog als Welpe durch Wasser läuft, von einer Duschbrause berieselt wird und im Spiel durch ein gefülltes Planschbecken paddelt, ist ihm Regen später nicht allzu unangenehm, und er wird auch bereitwillig mit Dir am Strand toben und im See schwimmen, ohne sich vor dem Wasser zu fürchten. Die frühe Konfrontation mit instabilen Untergründen inklusive Wasser hat noch einen weiteren Vorteil: Dein Continental Bulldog lernt. Er lernt, seine Bewegungen zu koordinieren, sich auch auf unsicherem Terrain im Gleichgewicht zu halten. Er baut seine Muskulatur und seine Sensomotorik früh und gut aus. Er wird auch kognitiv angeregt und entwickelt eine gewisse Intelligenz. Das kommt Deinem Hund später zugute: Hunde, die als Welpen viel Bewegung hatten, sich austoben und in für ihren Körperbau gut geeigneten Bewegungsspielen lernen konnten, entwickeln weniger Fehlhaltungen und haben seltener Probleme mit dem Bewegungsapparat. Das ist ganz natürlich und gilt für jeden Hund genauso wie für das Herrchen oder Frauchen.

Kann jeder Continental Bulldog schwimmen?

Ganz klar: Nein. Wenn ein Continental Bulldog noch nie Wasser gesehen hat, wird er erst einmal ein wenig Respekt davor haben und vielleicht gar nicht nass werden wollen. Da Contis mit ihrem kurzen Fell mehr oder weniger selbstreinigend sind, musst Du Deinen Hund in aller Regel nicht baden oder duschen, so dass er Wasser womöglich nur zum Saufen kennt. Wenn sich so ein unbedarfter Hund überhaupt ins Wasser traut, wird er nicht ins tiefe Wasser gehen und auch sicher nicht schwimmen können. Allerdings kann jeder Continental Bulldog schwimmen lernen. Wenn Du Deinen Hund früh mit Wasser in Kontakt bringst und der nahe Fluss oder See ganz natürlich zu den täglichen Ausflugszielen gehören, wird Dein Conti auch mit Dir ins Wasser gehen. Und er wird vielleicht auch immer tiefer ins gehen, wenn er einen Grund dazu hat. Spielzeug ins Wasser werfen kann eine Anregung sein, selbst zu schwimmen oder ins hüfttiefe Wasser zu waten aber auch. Manche Hunde versuchen aus dem Spiel heraus, Fische zu fangen: Auch das kann Deinen Conti ins Wasser locken. Aber eben nur, wenn der Hund Wasser kennt und keine Scheu davor hat. Die Prägephase junger Hunde beginnt etwa mit dem 21. Lebenstag. Die Hunde werden jetzt neugierig, gehen gerne aus der Wurfkiste heraus und folgen der Mutter eigentlich überall hin. Sie gehen immer mehr auch eigene Wege und erkunden alles um sie herum. Jetzt brauchen sie eine abwechslungsreiche Umgebung mit vielen Gelegenheiten zum Spielen, Bewegen, Erkunden und Kennenlernen. Der erste Kontakt mit Wasser kann also durchaus beim Züchter auf dem Welpenspielplatz stattfinden. Beim Züchter bleiben die jungen Hunde oft nur bis zur neunten Lebenswoche. Die Prägephase geht aber weiter und dauert ungefähr bis zur 16. Lebenswoche. Die Verantwortung für eine gute Prägung liegt also nicht allein beim Züchter: Du kannst noch viel bewegen, wenn Dein Continental Bulldog erst einmal bei Dir ist.

So kannst Du Deinem Continental Bulldog schwimmen beibringen

Generell musst Du nichts tun, damit Dein Conti schwimmen lernt. Die meisten Hunde dieser Rasse leiden an grenzenloser Selbstüberschätzung, was sie ja letztendlich so sympathisch macht. Es ist also nicht ungewöhnlich, wenn Du Deinen Hund mit zum See nimmst und er spontan auf die Mitte zupaddelt. Allerdings solltest Du bereit stehen, um ihn bei Bedarf herauszuholen. Denn manche Hunde realisieren erst im tiefen Wasser, dass sie plötzlich keinen Boden mehr unter den Füßen haben. Manche wollen den Boden dann suchen und gehen unter, wenn die Schnauze erst einmal unter Wasser ist. Andere Hunde haben schlicht eine Abneigung gegen Wasser und vergessen ihre Instinkte aus Angst. Hunde wissen instinktiv, wie sie sich im Wasser bewegen müssen, von Natur aus. Wenn Dein Continental Bulldog nicht schwimmen kann, liegt es also in der Regel daran, dass er entweder Angst hat oder sich übernommen hat. Immerhin ist diese Hunderasse nicht für ihre enorme Ausdauer bekannt. Du kannst Deinem Conti die Angst vorm Wasser nehmen und ihm Schwimmbewegungen nahebringen. Lass Deinen Hund schon im Welpenalter die Chance, Wasser kennenzulernen. Wenn er sich im tieferen Wasser extrem unkoordiniert bewegt oder untergeht, hilft eine Hundeschwimmweste. Und Du solltest natürlich auf jeden Fall mit ihm zusammen ins Wasser gehen, damit Du ihn bei Bedarf herausholen kannst. Mit Schwimmweste lernt Dein Hund, wie leicht man sich im Wasser bewegen kann, wenn man erst einmal oben bleibt. Er wird schnell den Spaß am nassen Element entdecken. Irgendwann bewegt er sich sicher und effizient anstatt einfach nur wild zu paddeln. Jetzt kannst Du ausprobieren, ob Dein Continental Bulldog auch ohne Schwimmweste im Wasser sein will. Normalerweise behalten die Hunde in dieser Situation die erlernten Schwimmbewegungen einfach bei.

Es gibt auch Hundeschwimmkurse

Wenn Du Deinen eigenen Fähigkeiten nicht vertraust und Deinem Continental Bulldog trotzdem professionell das Schwimmen beibringen (lassen) willst, kannst Du nach einem Hundeschwimmkurs Ausschau halten. Der wird vereinzelt angeboten. Voraussetzung für den Kurs ist, dass Dein Conti keine Panik bekommt, wenn er Wasser sieht, und dass Du eine Hundehaftpflichtversicherung für den Hund abgeschlossen hast. Ein Hundetrainer gewöhnt die Hunde langsam an immer tieferes Wasser, bis die Tiere irgendwann den Boden unter den Füßen verlieren und vor lauter Spaß im Spiel gar nicht richtig merken, dass sie schwimmen. Ab diesem Zeitpunkt geht es nur noch darum, dass sich die Bewegungen einprägen. Den Kursablauf kannst Du im Grunde genommen daheim auch nachbauen: Stell einfach ein Planschbecken im Garten auf, das Dein Hund kennenlernen kann. Wenn er nicht hineingehen willst, kannst Du ein interessantes Spielzeug hineinlegen und es apportieren lassen. Das wird natürlich wiederholt. Das Wasser sollte jedes Mal ein wenig tiefer werden, so dass Dein Hund sich langsam daran gewöhnt. Irgendwann wird er sein Spielzeug auch aus dem nahen See holen.

 

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