In unserem letzten Artikel habe ich ja schon etwas darüber geschrieben, wie verschiedene Sichtweisen bzw. Bewertungen ein und desselben Sachverhalts darüber entscheiden, wie sich daraufhin Verhalten und Beziehung zwischen einem Hundehalter und seinem Hund, auch einem Continental Bulldog, entwickeln kann. Und je mehr man sich mit etwas beschäftigt, desto mehr fließt Energie in diese Sache, man spricht auch von „Fokus“. In meinem Fall überprüfe ich immer wieder Trainingsmethoden bzw. Motivationskonzepte – und dabei ist es in erster Linie zunächst einmal egal, ob es sich um Continental Bulldogs, Hunde im allgemeinen, Menschen oder andere Lebewesen handelt.

Ein Buch über Wale

Offensichtlich scheint dieser Energie sehr stark zu fließen, denn in der letzten Woche zog ich ein Buch aus dem Regal, welches mir eine liebe Freundin vor einiger Zeit schenkte, und welches ich bisher noch nicht gelesen habe. Das Buch heißt „Whale Done“ und es geht eigentlich darum, wie man in Firmen und auch im privaten Bereich positiv mit seinen Mitmenschen umgehen kann und diese so zu Bestleistungen motiviert.

Das spannende in dem Buch ist, dass dieses Konzept vom Training mit Tieren – speziell mit Killerwalen im Seaquarium in Miami – auf die Menschen-Welt übertragen wird. Die Idee dahinter: Egal um welches Säugetier es sich handelt, im Grunde funktioniert es bei allen gleich – nämlich durch Lob bzw. positive Be- oder Verstärkung.

Kurz zum Inhalt

Es geht um einen Manager, Wes Kingsley, eines amerikanischen Unternehmens, der vor einiger Zeit in seiner Abteilung noch recht gute Zahlen produzierte, in den letzten Monaten dies aber stetig abnahm. Er führt dies zurück auf seine demotivierten Mitarbeiter und macht sich ernsthafte Gedanken über sein eigenes Überleben in der Firma.

Bei einem mehrtägigen Geschäftstermin in Miami, nutzt er die freie Zeit, um sich die Killerwal-Show im Seaquarium anzusehen und staunt, was diese Wale für akrobatische Kunststücke vorführen. Während der ganzen Show denkt er darüber nach, wie eines der gefährlichste Meeressäuge- und -raubtiere dazu bringt, solche Kunststücke zu vollbringen. Seinem Leidensdruck und seine Neugier geschuldet, geht er im Nachgang der Show einfach in den Backstagebereich und befragt einen Trainer. Aus diesem Gespräch geht eines ganz deutlich hervor:

EINEN KILLERWAL WIRST DU NIEMALS NEGATIV ZU ETWAS MOTIEREN.

Die Konsequenzen für Dich wären sicher nicht witzig…

Ferner gelangt Wes zu der Erkenntnis, dass die Wale rein positiv motiviert werden und zwar dadurch, dass

  • Jedwede Verbesserung belohnt (jeder Wal spricht anders auf verschiedene Belohnungen an, z.B. Futter, Spielen, Zuneigung,…an) und
  • Jedes Fehlverhalten einfach missachtet wird

Mit dieser Systematik konnte man im Seaquarium erreichen, dass die Wale über ein Seil weit oberhalb der Wasseroberfläche springen. Allerdings fing man damit an, das Seil zunächst weit unter der Wasseroberfläche zu ziehen und immer weiter anzuheben. Jede erreichte Stufe – egal wie groß oder klein der Schritt war – wurde belohnt, alles andere einfach missachtet. Man konzentriert sich quasi nur auf die positiven Aspekte.

Nun – selbstverständlich wendete der Held der Geschichte diese Systematik in seinem Unternehmen an und hat am Ende tollen Erfolg damit. Aber nicht nur das – selbst in seinem familiären Umfeld gab es plötzlich neue (bessere) Verhalten, sowohl bei Frau und auch seinen Kindern, festzustellen.

Es funktioniert bei Walen und Menschen – warum nicht auch bei Hunden und Continental Bulldogs?

Ich glaube, dass es der bessere und einzige wahre Weg ist, mit Contis und Hunden im Allgemeinen umzugehen. Das diese Systematik – fernab von Dominanz, Gewalt, Stachelhalsbändern, Elektroschockern, Leinenruck und weiteren negativen Motivationen – funktioniert, ist nicht nur ein Wunsch, sondern gelebte Praxis für immer mehr Hundeschulen, Hundetrainer, Hundepsychologen und natürlich auch Halter.

Übrigens: Auch in diesem rein positiven Motivationskonzept wird „bestraft“, wobei die Definition von Strafe eine andere ist. Einfach ausgedrückt ist es „das Wegnehmen oder Weglassen von etwas für das Tier Angenehmen“. Und das reicht völlig aus, um ein Verhalten mittelfristig ins positive zu bringen.

Im Übrigen werden diese im oben genannten Buch angewandten Techniken auch in der modernen Hundetrainings-Literatur erklärt (siehe auch Buchlinks am Ende des Artikels) und selbst in modernen bzw. Einzug haltende Schulen (für Menschen) wird genau dieses Prinzip umgesetzt. Man kann sich sicher sein, dass ein Hund, der z.B. artistische Höchstleistungen vollbringt und dabei auch noch gesund fbleibt, genau auf diese Art und Weise trainiert wurde.

Insofern ist dieses Buch ein guter Anlass, um den Umgang mit seinem Continental Bulldog auf den Prüfstand zu stellen und vielleicht Korrekturen vorzunehmen. Ich möchte es dem geneigten Leser deshalb unbedingt ans Herz legen.

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